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Investment Wissen

Bei der Eröffnung als auch der Auswahl eines Wertpapierdepots gibt es zahlreiche Kriterien zu beachten. Eines davon ist die richtige Gewichtung der darin enthaltenen Bestände, egal ob Aktien, Anleihen oder Zertifikate. Schwankende Börsenkurse sind ein Grund, warum Sie sichGedanken über eine sinnvolle Gewichtung machen sollten. Sind diese volatil, ist es womöglich auch ihr Depot. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr über die Bedeutung der richtigen Verteilung ihrer Wertpapiere und die damit einhergehenden Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten.

Was sind Wertpapierdepots?

Ein Depot ist ein spezielles Konto, welches bei zahlreichen Banken aber auch Online-Brokern geführt werden kann. Es dient dazu, Wertpapiere verwahren und den Bestand verwalten zu können. Wenn Sie mit Aktien, Zertifikaten, oder anderen Wertpapieren handeln wollen, ist die Depoteröffnung eine Vorraussetzung. Wenn Sie sich als Anleger dafür entscheiden, eine Reihe verschiedener Aktien aus unterschiedlichen Branchen in Ihr Portfolio aufzunehmen, dann sollten Sie sich den Risiken bewusst sein. Mit der richtigen Gewichtung können Sie Verluste vermeiden und langfristig eine gute Rendite erzielen.

Die Bedeutung von Diversifikation

Wertpapiere mit dem meisten Potenzial sind oftmals auch die riskantesten. Sie sind auch bekannt als sogenannte ‘Risiko-Aktien’ und sollten mit nicht mehr als 10% des Gesamtwerts des Portfolios ausmachen. Sicherer ist es, auf die ‘Value-Aktien’ zu setzen und sein Vermögen über verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen zu verteilen. Dieses Prinzip nennt sich Diversifikation und mehr sie innerhalb der Kategorie der ‘Value-Aktien’ diversifizieren, desto sicherer ist ihr Investment und die damit einhergehende Rendite.

Häufig liegt der Fehler von Privatanlegern darin, dass der Fokus der Geldanlage auf Unternehmen fällt, mit denen sie sich am Besten auskennen, und die sie eventuell sogar aus ihrem unmittelbaren Umfeld kennen. Die Gesamtperformance ist somit stark von der Entwicklung dieser einzelnen Unternehmen abhängig. 

Das Phänomen Home Bias

Neben dem Problem, dass für eine ausreichende Diversifikation oftmals zu wenig verschieden Wertpapiere gekauft werden, tendieren Privatanleger dazu, nur inländische Aktien mit in ihr Depot mit aufzunehmen. Dieses Prinzip basiert auf der Annahme, dass Anleger über ein Unternehmen besser Bescheid wüssten, weil sie es kennen oder in dessen Nähe besiedelt sind. Durch den Fokus auf das eigene Heimatland geht der Vorteil einer internationalen Geldanlage verloren. 

Die Wertpapierdepot Gewichtung über verschiedene Branchen 

Ein weiterer Aspekt ist die Diversifikation eines Depots über verschiedene Branchen. Oftmals lassen Anleger sich täuschen, dass ein Wertpapierdepot aus vielen Einzelaktien mit einem hohen Grad an Diversifikation gleichzusetzen sei. Allerdings besteht bei einem Depot mit etwa 100 Einzelaktien, von denen zwei Drittel derselben Branche zugehörig sind, die gleiche Gefahr eines hohen Verlusts wie bei dem zuvor aufgeführten Home Bias. 

Welche Rolle spielt der Zeitraum des Investments?

Der Zeitraum des Investments spielt ebenfalls eine ausschlaggebende Rolle. Langfristig orientierten Anlegern kann kurzfristige Volatilität egal sein. 

Dies lässt sich anhand eines Beispiels erklären: 

Stellen Sie sich vor, sie machen zwei fast gleiche Unternehmen ausfindig. Diese operieren nicht zwangsläufig in der gleichen Branche, aber die das Management, die Bilanz, die Geschäftsrisiken und und Wachstumsaussichten sind vergleichbar. Bevor Sie entscheiden, welchen Betrag Sie in die jeweiligen Unternehmen investieren, sollten Sie die Bewertungen der Aktien analysieren. Ein Ansatz ist, das günstigere der beiden Unternehmen höher zu Gewichten. Wenn wir annehmen, dass der Börsenwert jedes Unternehmens langfristig um seinen fairen Wert herum schwankt, dann hat das niedriger bewertete Unternehmen mehr Aufwärtspotenzial als das andere. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Bewertungskennzahlen immer im Kontext zum Unternehmen und den zukünftigen Aussichten des Unternehmens gesehen werden sollten. 

Die Verteilung innerhalb eines Wertpapierdepots muss stimmen

Insgesamt sollten Anleger aber die totale Diversifikation ihres Depots im Auge behalten. Dies bedeutet, dass bei Gewichtsüberlegungen nie der Blick für die Branchen und Regionen verloren gehen sollte. Denn mit einer mangelhaften Streuung setzen sich Anleger auch wieder unnötigen Risiken aus. Anleger sollten sich die Gewichtung des Depots regelmäßig ansehen und Überlegungen anstellen, wie die Positionen optimal geschichtet werden können. Hierbei lassen sich Faktoren wie Änderungen innerhalb der Unternehmen, Branchen und Heimatländern, herb vor allem eben Kursänderungen berücksichtigen. 


Wer sein Wertpapierdepot eröffnen möchte, kann dies zunächst in einem Musterportfolio tun und somit die richtige Gewichtung finden. Lesen Sie in diesem Beitrag mehr über die Social Trading Plattform Wikifolio, die ein risikofreies Üben mit realen Kurswerten ermöglicht. 


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